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Dem krankenversicherten Patienten stellen sich verschiedene Fragen:

Ist meine private Krankenversicherung verpflichtet, die Arztrechnung zu begleichen?
Wann darf ich mich im Krankenhaus behandeln lassen, wann muss ich mich ambulant versorgen lassen?
Wann und wie bin ich gesetzlich krankenversichert?
Kann ich von meiner Krankenkasse Ersatz der Kosten für einen elektrischen Rollstuhl verlangen?
Wie lange und wie viel Krankengeld erhalte ich?
Was muss ich beim Wechsel der Krankenkasse beachten?

Wegen dieser und weiterer Fragen zum Krankenversicherungsrecht berate ich Sie gerne.

Ist meine private Krankenversicherung verpflichtet, die Arztrechnung zu begleichen?
Ja, wenn der Versicherungsvertrag besteht, die Wartezeit abgelaufen ist, eine Krankheit oder ein Unfall vorliegt und eine Heilbehandlung durchgeführt wurde, die objektiv notwendig war. Die Einzelheiten ergeben sich aus Ihrem individuellen Versicherungsvertrag. Probleme ergeben sich häufig wegen der Frage der Notwendigkeit der Heilbehandlung.

 Wann darf ich mich im Krankenhaus behandeln lassen, wann muss ich mich ambulant versorgen lassen?
Grundsätzlich soll sich der gesetzlich versicherte Patient zuerst ambulant behandeln lassen. Erst wenn dies nicht mehr ausreicht, hat er Anspruch auf eine Krankenhausbehandlung. Bei privat versicherten Patienten gilt diese Einschränkung nicht.

 
Wann und wie bin ich gesetzlich krankenversichert?
Gesetzlich beitragsfrei mitversichert sind z.B. Kinder der gesetzlich versicherten Eltern. Arbeitslose sind ohne Weiteres gesetzlich krankenversichert. Kosten für Behandlungen für Empfänger von Sozialhilfe werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Nicht in die gesetzliche Versicherung kann, wer hauptberuflich selbstständig erwerbstätig ist. Verpflichtet zum Eintritt in die gesetzliche Krankenversicherung ist, wer die Jahresarbeitsentgeltgrenze unterschreitet (Stand November 2009: 48.600 Euro jährlich brutto).

Zum Thema:

 Kann ich von meiner Krankenkasse Ersatz der Kosten für einen elektrischen Rollstuhl verlangen?
Ein Anspruch auf Kostenübernahme besteht, wenn das Hilfsmittel erforderlich ist, um den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen. Diese Erforderlichkeit wird durch ein medizinisches Gutachten ermittelt.

 
Wie lange und wie viel Krankengeld erhalte ich?
Der gesetzlich Versicherte erhält wegen derselben Krankheit Krankengeld für maximal 78 Wochen innerhalb eines Drei-Jahres-Zeitraumes und zwar gerechnet vom Tage der Arbeitsunfähigkeit an.
Das Krankengeld beträgt 70% des erzielten regelmäßigen Arbeitsentgelts.

 
Was muss ich beim Wechsel der Krankenkasse beachten?
Beim Wechsel zwischen den verschiedenen gesetzlichen Krankenversicherungen ist zu beachten, dass der Versicherte mindestens 18 Monate an die neue Kasse gebunden ist.
Wer privat versichert ist und wer mit seinem Bruttojahreseinkommen unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze rutscht, kann den privaten Versicherungsvertrag kündigen. Wer danach wieder über die Jahresarbeitsentgeltgrenze rutscht, hat ein Recht auf Neuabschluss des privaten Krankenversicherungsvertrages zu den alten Tarifbestimmungen und ohne Risikoprüfung.
Beim Wechsel zwischen privaten Krankenversicherungen ist insbesondere zu beachten, dass die Versicherungen Risikoprüfungen durchführen, die teilweise zu einer Erhöhung der Beiträge führen.

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