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(1.11.2017) Auch weiterhin versuchen Betrüger, gutgläubige Anwälte mit dem Scheck-Trick hereinzulegen. Dabei beauftragen die Täter einen Anwalt in Deutschland per anonymer e-mail-Adresse über gmail (hier: esemmaschmidt@gmail.com) mit der Eintreibung einer hohen Forderung, die mittels Verträgen belegt scheint (loan agreement). Relativ schnell ist der vermeintliche Schuldner, der sich angeblich in Deutschland aufhalten soll, dann bereit, einen Teil der Forderung und die Anwaltskosten zu begleichen und sendet Schecks. Die Täter hoffen, dass der arglose Anwalt die Schecks einlöst.

FragezeichenDie Scheckbeträge werden dann dem Konto des Anwalts gutgeschrieben, allerdings unter vierzehntägigem Vorbehalt der Rückbuchung ("Scheck geplatzt"). Wer dann die Fremdgelder an den vermeintlichen Mandanten weiterleitet hat verloren. Die Täter lassen dann die Schecks platzen. Der Anwalt bleibt auf dem Schaden sitzen.

Liebe Kollegen, nehmen Sie keine Schecks an und vor allem: Leiten Sie kein Geld aus Schecks an unbekannte Dritte weiter!

Folgende Nachricht hat mich heute erreicht:

von: esemmaschmidt@gmail.com

"Dear Counsel, 

This is an official request for your legal consultation services. My name is Emma Schmidt, and I am in needs of a legal representation from your law firm regarding a breach of Loan agreement I had with a friend of mine. He needed this loan to complete an ongoing project he was handling at the time in your jurisdiction. I need legal advice and assistance to know the best way to handle this issue. If this is your area of practice, please contact me to provide you with further Information.

I am most inclined to commence talks as soon as possible. Your consideration of my request is highly anticipated, and I look forward to your prompt response

Regards,

Emma Schmidt."

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