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Der Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel (hier: „Gelomyrtol forte“) aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist rechtens (BSG, Urteil vom 6.11.2008 - B 1 KR 6/08 R -).

Ein Radiologe, der im Auftrag des behandelnden Frauenarztes eine Mammographie vornimmt, haftet der Patientin für die Richtigkeit seiner Empfehlung an den Frauenarzt, auch wenn die Patientin mit ihm gar keinen Behandlungsvertrag geschlossen hat (OLG Thüringen, Urteil vom 15.10.2008 - 4 U 990/06 - ).

Nach dem Entwurf des Gesetzgebers zum Gesetz zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-OrgWG) soll die 68er- Altersgrenze für niedergelassene Ärzte fallen. Offen bleibt, ob dies bereits Anfang 2009 oder erst später der Fall sein soll.

Die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries spricht sich gegen eine von einer Abgeordnetengruppe vorgeschlagene restriktive gesetzliche Regelung der Patientenverfügung aus.

Die Augenerkrankung "Degeneration der Makula (feuchte AMD)" wird von Augenärzten aus Kostengründen häufig mit dem dafür nicht zugelassenen Medikament Avastin behandelt. Dies kann zur Erblindung der Patienten führen.

Einen am Kopf operierten Patienten, bei dem Sprachstörungen aufgetreten sind, erst zwei Tage nach Auftreten dieser Störungen auf die Intensivstation zu verlegen, stellt einen groben Behandlungsfehler dar, für den die behandelnde Klinik auf Schadensersatz haftet (OLG Brandenburg, Urteil vom  29.05.2008 – 12 U 81 / 06 - ).

Das Landgericht Göttingen hat festgestellt, dass ein privater Krankenversicherer zur Erstattung der Kosten für eine Augen-Laser-Behandlung (LASIK) verpflichtet ist (LG Göttingen, Beschluss vom 08.07.2008 - 2 S 4 /08 - ).

Die derzeitige Rechtslage zur Verbindlichkeit der Verfügungen ist unsicher, weil es keine gesetzliche Regelung gibt. Darum soll ein Gesetzesvorschlag einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten zu einer verbindlichen Regelung der Patientenverfügungen führen. Der Vorschlag benennt mehrere Stufen der Wirksamkeit der Verfügung.

Einer Hebamme darf die Berufserlaubnis entzogen werden, wenn sie wiederholt bei Komplikationen nicht rechtzeitig einen Arzt ruft und deshalb werdende Mütter oder Neugeborene gefährdet (Niedersächsisches OVG, Urteil vom 02.09.2008 - 8 ME 53/08 -).